Textilmuseum in Asch

 

50.2247014N, 12.1887597E

Die Textilproduktion entwickelte sich im großen Umfang ca. im 18. Jahrhundert und mit der eintretenden industriellen Revolution erhöhte sich der Produktionsumfang vielfach. Diese Entwicklung änderten auch die Verhältnisse, die nach dem 2. Weltkrieg entstanden, nicht. Viele Menschen denken, dass die Textilproduktion im Ascher Ländchen mit der Abschiebung der deutschen Bevölkerung endete. Aber dem ist nicht so. Die Betriebe wurden verstaatlicht, zusammengeschlossen, und ins Grenzgebiet kamen neue Menschen aus dem Innland und man „fuhr weiter“. Bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als die Textilbetriebe den Antritt der neuen Verhältnisse nach 1989 nicht „überlebten“.

Die vielfältige Geschichte der Textilproduktion in Asch und Umgebung vermittelt heute nur noch das Ascher Museum, das seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Belege für die Textilproduktion in der Region sammelt. Das Museum bemüht sich Gegenstände aus allen Produktionsbereichen zu gewinnen, zu erhalten und auszustellen… verschiedene Maschinen

(Ringspinnmaschine, Strickmaschinen, Webstühle, Wäschemangeln) oder Erzeugnisse (Spitzen, Gardinen oder Kleidung .... Schürzen, Sporthosen der Firma „Tosta“, Uniformen und ..... Handschuhe, viele Handschuhe).

Die Bedeutung des Textilmuseum beruht gegenwärtig darauf, dass obwohl die Textilproduktion in der Region größtenteils erlisch, sich das Museum bemüht, nachhaltig die Bewusstheitsbildung und Kenntnisse über die Textilproduktion für die Zukunft zu bewahren.

 

RAÜMLICHKEITEN DES MUSEUMS

Der Eingang ist für die Veranstaltung von Konzerten und gesellschaftlichen Veranstaltungen gestaltet. Geplant ist es auch diese Aula für Trauungen zu nutzen. Im Museum wurde auch ein moderner Vortragsraum, in dem regelmäßig Vorträge und Seminare, die mit Dia- oder Videoprojektion ergänzt werden können, veranstaltet werden. In den Räumen im Erdgeschoss stellen bekannte tschechische Künstler aber auch Künstler der Region ihre Werke aus. Hier werden auch Museumsausstellungen, die sich mit der Geschichte und Tätigkeiten der Region beschäftigen organisiert. Im Garten sind Grabsteine aus dem ehemaligen evangelischen Friedhof installiert, der 1960 leider ausbrannte. Die Grabsteine wurden zu einem Grundstein für die Entstehung eines Lapidariums, das mit Grenzsteinen, Steinbehältern und Papierzerkleinerungssteinen ergänzt wurde. Der Museumsgarten dient der Öffentlichkeit als angenehme Ruheoase, in der sie angenehme Augenblicke verbringen können, die sie mit einer Museumsbesichtigung verbinden können.

 

SAMMELSTÜCKE

Die Zahl der Sammelstücke erhöhte sich von ungefähr 3000 Stücken im Jahr 1975 auf die gegenwärtigen 29 000 Stücke, vor allem aus dem Bereich der Textilproduktion. In den Sammlungen befinden sich weiter Bilder, Uniformen, Militaria, völkerkundliche Gegenstände und liturgische kirchliche Gegenstände. Sehr wertvoll ist die Sammlung von 1 200 Aquarellen des Ethnographen Karel Šrámel. Außergewöhnlich ist ein Verzeichnis von 6 000 Fotos aus dem Ascher Gebiet von der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. In der Bibliothek befindet sich eine erhebliche Sammlung von fachlicher Textilliteratur und regionaler Literatur.

 

STEINERNE KREUZE

Im Ascher Museum werden eine zentrale Evidenz der steinernen Kreuze und Martersäulen der Tschechischen Republik, eine regionale Evidenz der Grenzsteine und eine grundlegende Dokumentation der horizontalen Wasserwerke beherbergt. Die Gesellschaft für die Erforschung von steinernen Kreuzen, die im Rahmen des Museums Asch tätig ist, veranstaltet jedes Jahr am letzten Wochenende im September ein Treffen der freiwilligen Beiträger und Forscher, die sich für die Problematik der subtilen Denkmäler interessieren. 2003 wurde das schon XX. Jubiläumstreffen der Gesellschaft organisiert, das gleichzeitig einen Rekord in der Anzahl der Teilnehmer aufstellte. An dem Treffen nahmen 85 Forscher einschließlich ausländischer Gäste aus Polen, Deutschland und der Slowakei teil. Sie tauschten gegenseitig ihre Erfahrungen und Erkenntnisse im Bereich der subtilen Denkmäler aus. Die Evidenz der subtilen Denkmäler beinhaltet zurzeit über 2100 Einträge über steinerne Kreuze, 1 400 Einträge über subtile Denkmäler und 920 Einträge über Grenzsteine. Ein Bestandteil dieser Evidenzen ist eine umfangreiche Bibliothek mit der Literatur, die sich mit subtilen Denkmälern befasst und die 1450 Artikel und Bücher beträgt