Der Aussichtsturm Hainberg bei Asch

 

Öffnungszeit

1. April - 31. Oktober:  Öffnungszeit : 9:00 - 17:00, Juli, August - 19:00

Eintritt: frei

Zugang zum Turm

Zu Fuß: Blauer Wanderweg

Mit dem Auto: Parkpaltz an der Sportareal - 500 m zum Turm

Geschichte

Erstes Vorhaben

In den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts bauten Ascher Enthusiasten an der Spitze mit Georg Unger auf dem ursprünglich kahlen und unschönen Berg ein Erholungsgebiet mit einem Waldpark auf. Dieser wurde zum Stolz der Stadt. [1] Über das erste Vorhaben, hier einen Aussichtsturm zu bauen, sprach man im Jahr 1874, aber trotz der finanziellen Unterstützung der Stadt Asch gelang es in den folgenden zwanzig Jahren nicht genügend finanzielle Mittel zu gewinnen.

Finanzierung und Entwürfe

Die Situation änderte sich im Jahre 1895 anlässlich des 80. Geburtstags des ersten deutschen Kanzlers Otto von Bismarck. 1898 wurde ein Ausschuss für den Ausbau des Aussichtsturms gegründet, dessen Vorsitzender der Bürgermeister Emil Schindler war und an dessen Tätigkeit sich auch Mitglieder weiterer Vereine beteiligten (Deutscher und Österreichischer Alpinverein, Verein der Züchter und Beschöniger, Verband der Deutschen in Böhmen). Die Mitglieder des Ausschusses riefen die Bürger aus Asch auf zum Ausbau des Aussichtsturmes, der nach dem geehrten deutschen Kanzler benannt werden sollte, beizutragen. Bald gelang es genügend finanzielle Mittel zu sammeln und es wurde der deutsche Architekt Wilhelm Kreis angesprochen, der als Vater der Bismarcksäulen bezeichnet wurde und dessen Entwurf der Bismarcksäule Götterdämmerung mit dem 1. Preis der Assoziation der Deutschen Studenten ausgezeichnet und bis 1911 insgesamt 47x genutzt wurde.

Kreis legte insgesamt zwei Entwürfe vor, aber beide wurden abgelehnt. Erst der dritte Entwurf, der unterschiedlich von dem traditionellen Konzept der Bismarcksäulen war, wurde einstimmig angenommen. Dieser Entwurf bekam 1910 auf der Kunstausstellung in Dresden die goldene Medaille. Mit dem Bau wurde 1902 der Ascher Baumeister Ernst Hausner beauftragt, der Bauleiter war der Polier Johannes Hörer aus Steinpöhl.

Der Bau

Der Bau begann am  22. September 1902,  der Grundstein wurde am 18. Oktober des gleichen Jahres gelegt. Der Rohbau wurde im Oktober 1903 fertig gestellt und die ersten Besucher konnten sich den Aussichtsturm am 25. Dezember für den Betrag von 10 Hellern ansehen und nach oben steigen. Der Aussichtsturm wurde am 19. Juni 1904 feierlich eröffnet. Die Baukosten betrugen 58 967 österreichische Kronen und es wurden 666 m³ Granitquader, 65 000 Ziegel, 58 Wagons Kalk und drei Wagons Zement verbraucht. Der Aussichtsturm ist 34 m hoch und die Plattform hat einen quadratischen Grundriss von  6,7 × 6,7 m. 1913 wurde am Nebeneingang ein Bismarck - Bronze-Relief von Albrecht Gerold sen. angebracht. Dieses wurde mit allen anderen Erwähnungen über Bismarck nach 1945 beseitigt.

Die Gegenwart

2004 wurden die Bäume, die der Aussicht im Wege standen, abgeholzt und der Aussichtsturm konnte wieder seine Funktion erfüllen. Der Inhaber des Aussichtturms ist die Stadt Asch.